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Foto: Jessy Schnittger
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Die Götter des Rock ’n’ Roll scheinen uns an diesem kalten
Novembertag wohlgesonnen zu sein, denn der BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB is in
town, Baby! Und mit großem Glück konnten wir einen Interviewtermin mit einer
der coolsten Säue auf Gottes schönem Erdenrund, Peter Hayes, Gitarrist und
Sänger des Trios, herausschlagen. Die beiden anderen coolsten Säue,
Bassist/Sänger Robert Levon Been und Drummer Nick Jago, sind leider
gesundheitlich angeschlagen und müssen den Nachmittag in ganz un-Rock-n-Roll-hafter
Manier mit dem Schonen ihrer Stimme und Kräfte statt mit Interviews verbringen.
Da wir uns so aber schon unwürdig genug fühlen und Peters Präsenz mehr als
umwerfend genug ist, ist das für unsere schwachen Interviewerinnen-Herzen wahrscheinlich
auch besser so.
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Nun, zunächst einmal muss ich mit einem Kompliment
anfangen, denn mit „All you do is talk” habt ihr zumindest meiner Meinung nach
einen der allerschönsten Songs aller Zeiten geschrieben.
Oh, danke sehr.
Beinahe jedes Mal, wenn ich es höre, bekomme ich eine
Gänsehaut. Also, was war die Inspiration für dieses Lied und wie fand der
Schreibprozess statt?
Wir sind da irgendwie
hineingestolpert, würde ich sagen. Wir haben geprobt und es kam aus dem Stimmen
einer Gitarre heraus, einem eigenartigen Sound beim Stimmen, na ja, nicht
wirklich eigenartig, aber... Alles was ich sagen kann, ist, dass es daraus
entstanden ist, dass man müde wird, über Musik zu reden. (lacht) Das ist
zum einen Teil, wo es herkam. Und dann ging es in eine Reihe anderer Sachen
über, zumindest was seine Bedeutung angeht. Es entstand während einer Probe mit
der Band.
Könntest du denn womöglich den Spekulationen, ob „All you
do is talk” die dritte Single wird, ein Ende setzen, indem du uns einfach
verrätst, welcher Song denn jetzt tatsächlich die nächste Single wird? Oder
ersetzt die Veröffentlichung der „American X“ EP in irgendeiner Weise die
Veröffentlichung einer weiteren Single?
Oh, ich weiß gar nicht, ob es eine weitere geben wird. Die
„American X“ EP war ein Weg, um ein bisschen mehr von unserer Musik da raus zu
bekommen und den Leuten das Album irgendwie in der Erinnerung zu erhalten. Ja,
es wäre schön, wenn „All you do is talk“ eine Single wäre. Es gibt eine andere,
wirklich schöne Version von dem Song, auf der kein Schlagzeug ist, einfach nur
instrumental und mit Gesang, eine tolle Version. Wir wünschen uns irgendwie,
wir hätten diese Version ohne Schlagzeug auf dem Album, aber...
Wir haben auch darüber gesprochen, dass es eine Single sein
könnte, aber ich weiß nicht, ob das tatsächlich passieren wird. Falls es das
tut, dann werden wir das wieder finanzieren müssen, denke ich. Ich denke, die
Plattenfirma ist fertig mit dem Album.
Ich habe ja immer gehofft, dass ihr womöglich vorhabt,
euren Fans etwas Gutes zu tun, indem ihr eine Art von B-Seiten-Sammlung
veröffentlicht. Ist die anstehende Veröffentlichung der „American X“ EP ein
erster Schritt in diese Richtung? Und werden wir das gute Stück auch in Europa
erhalten können?
Ja, vielleicht kommt die EP sogar nur hier heraus.
Vielleicht. Meinst du jetzt B-Seiten von allen Alben?
Ja.
Ja, da haben wir schon mal drüber gesprochen. Wir haben das
nur noch nicht zusammengestellt. Wir haben mal ein Album gemacht, „For murder“,
auf dem eine Menge B-Seiten waren. Aber das wurde nie veröffentlicht, ich bin
nicht sicher, wieso. Ich meine, wir haben ein paar Tausend Kopien anfertigen
lassen, die an einen Verlag gingen. Aber, ja, wir haben das nie in der
richtigen, wie-du-es-auch-nennen-würdest Art herausgebracht.
Aber ja, eines Tages, hoffentlich. Wir schrecken irgendwie
immer ein wenig vor solchen Dingen zurück, denn, du weißt schon, ich meine... (Pause)
Ich bin nicht sicher warum, aber es scheint immer als wenn Bands das tun, wenn
ihnen Dinge ausgehen, die sie sagen könnten (lacht). Dann kommen sie
immer mit den Compilations ihrer Singles daher und ihren Greatest Hits und
ihrem da-de-da-de-da. Und es ist irgendwie immer so, dass diese Sachen
rauskommen, wenn du irgendwie... wenn du eine Auszeit brauchst. Könnte also
passieren, dass sie bald herauskommt. (lacht)
Mir ist nämlich aufgefallen, dass es ziemlich schwierig
ist, an einige eurer Songs heranzukommen. Oder an die „Howl Sessions“ EP zum
Beispiel.
Die gibt es aber glaub ich bei iTunes.
Ja, schon, aber ich will die EP ja “physisch” haben,
nicht nur auf meinem Computer…
Ja, das ist schon alles eigenartig. Ich meine, wir haben
einige Exemplare von ihr pressen lassen und sie unserer Plattenfirma abgekauft,
um sie selbst unterwegs verkaufen zu können.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir noch welche von denen
haben, kann sein, dass sie schon ausverkauft sind, aber so machen wir das für
gewöhnlich. Wir kaufen selbst einen Anteil von den Platten und verkaufen sie
dann selbst. Irgendwie machen es Plattenfirmen da unnötig kompliziert. Ich weiß
nicht, warum. Ich schätze mal, ihre Meinung ist, dass ihnen das nicht genug
Geld einbringt, oder so was in der Art. Ich weiß nicht... Darum machen wir das
in der Regel selbst, denn wir wissen ja, dass unsere Fans unsere Musik hören
wollen. Wir sollten nicht versuchen, ihnen da so viel wie möglich auszuweichen.
In eurem Forum habe ich mal gelesen, dass, in Bezug auf
dein “uh, somebody” in “Berlin”, eure Musik bei manchen Leuten auslöst, dass
sie jemanden „uh“en möchten. Was immer diese Leute auch damit meinen... Und ich
selbst muss zugeben, dass ich einige eurer Songs unglaublich sexy finde. Seid
ihr euch selbst eigentlich dieser Sexiness bewusst? Und während Franz Ferdinand
mal behauptet haben, sie würden gerne Musik machen, zu der Mädchen tanzen
können, würdest du sagen, dass ihr Musik machen wollt, zu der Mädchen ihren
Schlafzimmerblick auflegen können?
Tatsächlich mag ich die Idee, alles davon in unsere Musik
einzubeziehen. Das ist es eigentlich. Ich denke Tanzen und... (Pause)
Sex und Rock ’n’ Roll und Wut und Frustration gehen alle Hand in Hand, einher
mit Liebe. Ich denke das sollte alles in Musik enthalten sein, zumindest zu
einem geringen Anteil. Das ist es eigentlich, weißt du. Ich meine, es gibt da
keine Absicht von unserer Seite nur das eine oder das andere zu machen. Wir
versuchen alles davon in unsere Musik einzubeziehen.
Ein anderer meiner Lieblingssongs von euch ist „20 Hours”,
den ich glücklicherweise entdeckt habe, weil ich mir die 7’’ „Berlin“ Single in
London gekauft habe. Wie kann es nur sein, dass dieses wunderschöne Lied zu
einer B-Seite verkommen und nicht auf dem Album ist? Ist das aus rein
praktischen Gründen passiert, also z.B. weil es zur Veröffentlichung des Albums
noch gar nicht existierte, oder steckt da mehr dahinter?
Tatsächlich wurde das Lied schon für „Howl” geschrieben. Ja,
ich denke es wurde als Song für „Howl“ aufgenommen. Dieses Lied gibt es schon
eine lange Zeit, denn es war... Nein, ich denke, es existierte sogar schon zur
Zeit des ersten Albums. (Pause)
Ich weiß
nicht. Unser Fehler.
Ich meine, wahrscheinlich wäre es besser gewesen, wenn das Lied auf dem Album
gewesen wäre. Zum Beispiel, um dem Album ein bisschen mehr Tiefe zu verleihen
und so was in der Art, aber... Vielleicht haben wir die Zusammenstellung des
Albums auch einfach ein bisschen zu sehr überdacht. Also ist es als B-Seite
geendet.
Ich war einfach total perplex. Als ich mich hinsetzte und
das Lied das erste Mal hörte, dachte ich mir nur „Wieso ist DIESER Song eine
B-Seite?!“
Ja, das passiert uns aber selbst auch öfter, weißt du.
Insofern, als dass es einfach schwierig ist, die Abfolge der Songs auf dem
Album und welche Songs letztendlich überhaupt auf dem Album landen,
zusammenzustellen.
Ich muss aber auch sagen, dass eure Musik eine sehr hohe Bandbreite
hat, mit solchen Liedern wie „All you do is talk”, die einfach nur rührend und
wunderschön sind, rockenden Stücken wie „Whatever happened to my rock ‘n’ roll”
oder „Berlin” und psychedelische Songs wie „Red eyes and tears“. Und
letztendlich, als ich das erste Mal „Need some air“ hörte, hatte ich den
Eindruck, dass ihr auch durchaus in der Lage seid, Indie-Disco-Kracher zu
produzieren. Denn das ist ein Song, bei dem ich mir leicht vorstellen kann,
dass dazu eine Menge Leute in einem verschwitzten Club tanzen. War das
vielleicht die Intention, das Lied zu schreiben?
Das Lied hat Robert mit jemanden aus einer anderen Band
geschrieben, hmmm, ich vergesse seinen Namen immer… Ich denke er heißt Ming
Vauze oder sowas in der Art, das ist sein Bühnenname oder so (ein Blick ins
Booklet bestätigt den Verdacht). Ich bin mir nicht einmal sicher, ob es
diese Band überhaupt noch gibt. Ich denke wir haben ihn damals als vierten Mann
vorspielen lassen. Wir haben ja Spike, der uns auf vielen Shows am Bass oder an
der Gitarre unterstützt. Ich denke wir haben ihn Bass und Gitarre vorspielen
lassen und Robert hat mit ihm und seiner Band Musik gespielt. Ich denke, sie
haben ihn gefragt ob er sie beim Songwriting unterstützen könnte. Und mit
diesem Song haben sie dann letztendlich nichts gemacht, so habe ich das
zumindest verstanden. Robert hat ihn also dann irgendwie fertiggestellt und das
ist alles, was ich da eigentlich drüber weiß.
Letzten Sommer wart ihr auf Tour mit Kings of Leon. Was
hälst du von der Diskussion, dass Kings of Leon lieber als euer Support hätten
spielen sollen? Und gibt es irgendwelche Anekdoten, von denen du unseren Lesern
berichten könntest? Um ehrlich zu sein, hätte ich auf der Tour backstage gern
mal Mäuschen gespielt...
(lacht) Es war sehr nett von ihnen, uns zu fragen ob
wir mit auf Tour kommen wollen. Diese Erfahrung hat uns auch sehr die Augen
geöffnet und zwar insofern, als dass wir einen bestimmten Level in Amerika
erreicht haben, so dass wir in Hallen spielen, die vielleicht Platz für 800
oder 500 Leute haben. Und das machen wir seit drei Jahren. Das machen wir sogar
seit sieben Jahren. Wir haben uns hochgearbeitet, haben auch schon in Clubs
gespielt, in die nur 150 Leute reinpassten. Und auf dieser Ebene haben wir uns
lange Zeit bewegt. Abgesehen von Los Angeles und New York, in den beiden
Städten können wir auch in Hallen mit 1000 Leuten spielen. Aber diese Band...
die spielen in jeder Stadt in Hallen für 2000 Leute, nun ja, auch nicht in
jeder Stadt, aber, du weißt schon, in vielen Städten eben.
(Jemand im Hintergrund fängt an auf die Drums
einzuschlagen [will wohl grade mit dem Soundcheck anfangen], Peter steht auf
und stellt sicher, dass wir nicht mehr gestört werden.)
Hmm, wo war ich…? Ja, und sogar 4000 Leute in New York,
weißt du. Das war dementsprechend eine Möglichkeit um zu... wie ich sagte, es
hat uns sehr die Augen geöffnet. Als wenn wir uns gedacht hätten „Wow, da geht
aber noch einiges mehr...“ (lacht)
Weißt du, wir sind dann in Städte gekommen, in denen wir
schon sieben, acht, zehn Mal im selben Club gespielt hatten, kamen dann da an
und sagten uns nur „Heilige Scheiße, hier gibt es ja eine Halle, in die viel
mehr Leute reinpassen!“ Und dann haben wir nur noch gedacht: „Fuck. Bis dahin
ist es aber noch ein langer Weg.“
Nun ja, nach dem, was ich so auf der Kings of Leon Seite
gelesen habe, waren deren Fans ja auch sehr begeistert von euch.
Ja, ja, sie waren sehr nett zu uns. Ja, absolut.
Es war großartig. Sie
sind extra früh gekommen, um uns spielen zu sehen. Ich meine, ich hatte den
Eindruck sie wären die Art von Personen, die mal von uns gehört hatten, vor
langer Zeit entschieden hatten uns nicht zu mögen und sich dann aber doch
gedacht haben „Na ja, gehen wir mal ein bisschen früher hin und gucken mal was
die da so machen.“ weißt du. Und das ist toll.
Sie haben also somit ihre zweite Chance genutzt?
Ja, es
war nett. Es war gut. Es hat viel Spaß gemacht. Und Kings of Leon sind auch
sehr nette Typen.
Was hat es denn mit der Split EP mit Kings of Leon auf sich?
Ist das eine Art Ergebnis der Tour?
Ja. Ja, ich denke ein bisschen. Ich denke, das war, hmm... (denkt
nach). Ja, das ist es eigentlich. (lacht)
Wie ist das eigentlich? Guckt ihr jemals selbst in euer
Forum oder auf eure MySpace Seite? Es gab da nämlich schon die abgefahrensten
Spekulationen darüber, welchen geheimen Nickname ihr euch zugelegt haben
könntet.
Nein, ich logge mich bei so etwas nicht ein. Ich habe keinen
MySpace Account. Ich logge mich auch nicht in das Forum ein, ich habe auch gar
keinen Zugriff auf mein eigenes Band-Ding. Ja, aber ab und zu guck ich so schon
einmal rein. Ich habe auch schon ein paar Sachen beantwortet, weißt du. Viele
Leute stellen mir Fragen wie „Was für eine Mundharmonika benutzt du da und da?“
und ich versuche, diese Fragen durch David, der die Seite schmeißt, zu
beantworten, und dann... Na ja, ich versuche, mich nicht zu sehr in diese Welt
zu vertiefen, schätze ich.
Aber sich in euer Forum einzuloggen, ist immer ein Spaß,
zumindest für mich. Wusstest du zum Beispiel, dass es eine Kampagne für den,
wie sie es nennen, „1:51“ Song gibt? Das ist ein Schnipsel eines eurer Songs,
wahrscheinlich mit dem Titel „BRMC“, den man in der Mini-Dokumentation (oder im
„heiligen Dokument“, wie sie es nennen) im Internet hören kann. Und eure Fans
sind so verrückt danach, dass ihr das Lied veröffentlicht, bzw. das Lied einmal
als Ganzes zu hören, dass sie sich sogar eine Taktik ausgedacht haben, wie man
euch dazu bringen könnte, das Lied zu veröffentlichen.
Ein User hat Folgendes geschrieben:
Wenn es eine Möglichkeit gibt, eine Veröffentlichung
eines bisher unveröffentlichten Tracks zu beschleunigen, dann vielleicht darin,
dass wir das, was wir von dem Track haben, verwursten und dann könnte die Band
das echte Ding herausbringen, um die Welt von den Abscheulichkeiten, die wir
fabriziert haben, zu befreien.
Im Endeffekt habe ich hier mal zusammengestellt, was ich
denke, wie sich „BRMC“ (1:51) anhören könnte. Ich habe einfach mit einer
Basslinie eine Schleife erstellt, mit dem was wir aus der Dokumentation haben.
Na ja, ich bin mir nicht sicher, welcher Song das ist… Es
gibt da zwei…
Kein Problem, ich kann es dir vorspielen, ich hab es hier
auf meinem Handy.
Okay, cool. Es gibt da nämlich zwei Songs in dieser Doku,
die nicht veröffentlicht sind.
(Ich hole mein Handy raus und spiele ihm den Schnipsel
des Songs vor, den jemand als MP3 hochgeladen hatte.)
Ja, das
ist „BRMC”, ja. Wir sollten es wahrscheinlich mittlerweile lieber in „1:51“
umbenennen, was? Es gibt da so einige Songs, „Evol“ ist von dieser Session,
dann gab es da noch den Song „Seasons“, der auch dabei war... Ich weiß nicht,
ob „Evol“ auch in der Dokumentation ist, aber „Seasons“... Ja, sie werden ihren
Weg heraus irgendwie finden. Ich denke, die Idee war... Wir haben darüber
nachgedacht, sie noch einmal aufzunehmen oder nur zu remixen, aber wir hatten
nie wirklich den richtigen Moment dazu. Sie sind irgendwo auf Tape und dann
musst du das Tape wieder raussuchen und es digitalisieren und dann musst du...
du weißt schon. Wir hatten da einfach nie den richtigen Moment um das zu
machen.
Was passiert denn sonst noch in dem Song? Ist er rein
instrumental oder gibt es auch irgendwelche Lyrics?
Ja, es gibt Lyrics. (fängt an eine Melodie zu summen,
denkt nach) Ich weiß noch, dass der Chorus „I don’t need no one, I don’t
want no one, I ain’t got no one“ lautet. Genau, so geht er.
Und ein anderer legendärer Song von euch: Habt ihr jemals
darüber nachgedacht, das mysteriöse „Blown Away” als Album-Track zu
veröffentlichen?
Oh! Hmm…
Nein. Das einzige, was wir
mit dem Song jemals vorhatten, war, es jemand anderem zu geben. Es ist sehr...
Ich weiß nicht. Ich habe es mal in einem Plattenladen gespielt und danach so
eine Art kleine Umfrage gemacht ob die Leute meinten, dass wir das Lied
veröffentlichen sollen oder nicht. Ich hab da grade die „Howl“-Sache gemacht,
ich vergesse so was immer... Es war auf jeden Fall in einem Plattenladen, ich
denke nicht, dass das in Deutschland war, kann aber sein... Ich denke
jedenfalls, der Konsens war „Nein, veröffentlicht das Lied nicht, es ist nicht
gut.“
Denkt ihr denn schon über ein neues Album nach? Wenn ja,
habt ihr schon eine Idee, wie es sich anhören wird?
Hmm, ja.
Aber das werde ich euch nicht verraten! (lacht)
Also, was müssen wir jetzt eigentlich mit „666 Conducer”
anfangen? Kannst du bestätigen, dass das Lied NICHT über den Teufel ist? Es
scheint da nämlich Leute zu geben, die sich aufgrund dieses Liedes weigern,
weiterhin eure Musik zu hören, da sie anscheinend davon ausgehen, ihr wärt mit
dem Teufel im Bunde oder so etwas.
Oh,
wirklich? “Mit dem Teufel im Bunde”? Wow. Das ist gut. Was war jetzt genau die Frage?
Nur, ob du bestätigen kannst, dass der Song nicht in
einem positiven Sinn über den Teufel ist.
Na ja, er ist schon irgendwie über den Teufel, doch. Aber,
ich meine, ich weiß nicht, warum das einige Leute dazu bringen würde... Ich
meine, warum soll man nicht über den Teufel reden, wenn man über Gott redet?
Ja, so ist das dann halt. Na gut. Wenn du dir aber Musik mit dem Wort „Gott“
anhören kannst, dann macht das für mich keinen Unterschied. Wenn du an den
einen glaubst, dann musst du auf der anderen Seite auch an den anderen glauben.
Und wenn du an keinen von beiden glaubst, selbst dann gibt es noch eine Welt da
draußen, die voller Menschen ist, die daran glauben und die dein Leben
beeinflussen. So sehe ich das zumindest. Weißt du, ich meine, es gibt nun mal
Leute, die andere töten. Oder George Bush oder irgendwelche Übeltäter. Es ist
also nur eine andere Art und Weise zu sagen, dass das schlechte Leute sind.
Jedenfalls ist das Schwachsinn, wenn du mich fragst.
Euer
aktuelles Album “Baby 81” hat zwei unterschiedliche Album Cover. Warum
eigentlich?
(zweifelnd) Hat es das?
Ja.
Oh ja, ja, ja… hat es!
Wir haben ein anderes in Deutschland.
Ist es das mit der Gitarre drauf? Oder mit dem Mädchen?
Das Mädchen mit der Sonnenbrille.
Das Mädchen mit der Sonnenbrille, ja. Jaaa, das war... Ich
weiß gar nicht, wie ich das erklären soll. Eigentlich sollte das Album ein Slip
Cover haben, du weißt schon, so ein einfacher Pappschieber mit der Gitarre
drauf und dann ziehst du das Ding ab und hast dann die CD mit dem Mädchen vorne
drauf. Die Plattenfirma hatte das Geld nicht, wollte das Geld nicht ausgeben,
um dieses kleine Stück weiße Pappe zu kaufen. (lacht) Darum gibt es
jetzt zwei unterschiedliche Cover.
Wer entscheidet so etwas denn? Denn, du weißt schon, es
gibt ja immer Leute, die nicht zufrieden sind, mit dem was sie kriegen können,
und sich dann fragen „Warum kriegen wir nicht das schlichte Cover, wo nur die
Gitarre drauf ist? Warum haben wir das Mädchen mit der komischen Sonnenbrille?“
Na ja, wir wollten da ja jetzt niemanden mit ärgern. (lacht)
Die Gitarre kam aber eigentlich zum Schluss. Ursprünglich sollte das mit dem
Mädchen eigentlich die Sache schlechthin sein. Es gab da ein ganzes Konzept,
wie das aufgebaut sein sollte. Und in der Sonnenbrille sollte ein Rad sein, das
sich dreht und das Bild verändert. Ein bisschen so wie auf unserer Website. Du
weißt schon, wenn du auf etwas draufklickst, dann verändert sich der Inhalt der
Gläser. Das sollte alles irgendwie zusammenhängen. Aber da ist es dann nicht zu
gekommen. Darum ist da also das Mädchen vorne drauf, denn damit fing alles an.
Es begann mit dieser Idee und es war eigentlich eine sehr gute Idee. Aber es hat
einfach nicht richtig geklappt uns zwar weil wir es nicht rechtzeitig fertig
stellen konnten.
Robert hat einmal über das Album gesagt, dass es dreckig
und wunderschön wäre. Wie siehst du das oder was meinst du könnte Robert mit
den dreckigen und wunderschönen Aspekten des Albums gemeint haben?
Dieses Albums?
Ja.
Was dreckig
und was schön ist? (denkt
nach) Ich weiß nicht... Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was er damit gemeint
haben könnte, nein.
Was
ist denn dann deine Meinung?
Ich weiß nicht. So wie ich das sehe, ist es das Beste, was
wir zu dieser Zeit zu Stande bringen konnten. Und da bin ich stolz drauf.
Hoffentlich werden wir das wieder hinbekommen und noch ein anderes Album dieser
Art machen.
Ja, hoffentlich.
BRMC
Interview with Peter Hayes
Well,
I have to start by complemeting you, because with „All you do is talk“ you have
written one of the most beautiful songs of all time, at least if you ask me.
Well, thank you.
I
get goosebumps almost every time I hear it. So, what was the inspiration for it
and how did the process of writing it take place?
We kind of stumbled into it, I guess. We were doing a
rehearsal, it just came out of a tuning, a strange tuning on a guitar, well,
not that strange really, but… All I can really say is that it came out of
getting tired talking about music. (laughs) That was part of what it
came from. And then it delved into a bunch of other things as far as its
meaning. It came out of a kind of rehearsal with the band.
Could
you probably stop the speculations about whether “All you do is talk” is going
to be the next single by simply telling me which song IS actually going to be
the next single? Or does releasing the “American X” EP kind of substitute the
release of an additional single?
Oh, I don’t
know if there’s going to be another one. The American X EP kind of thing was a
way to get out some more music and kind of keep the album in people’s minds.
Yeah, it’d be nice if “All you do is talk” was a single. There’s another really
beautiful version of that song actually that has no drums on it, it’s just
intrumental and it’s vocals, a really great version. We kind of wish that we
had that on the album without the drums, but… We talked about it being a single
but I don’t know if that’s going to happen. If it does, it would be us funding
it again, I think. I think the record company is done with the album.
I’ve
always hoped you were probably thinking about giving your fans a treat by
releasing a kind of b-sides collection. Is the upcoming release of the
“American X” EP a first attempt into that direction? And will we also be able
to get it in Europe?
Yeah, it may
only come out here, actually. Maybe. Do you mean b-sides from all the albums?
Yes.
Yeah,
there’s talk of that. We just haven’t put it together yet. We did an album
called “For murder”. That was a lot of b-sides. But it wasn’t really ever
released, I’m not sure why. I mean, we made a couple of thousand copies that
went around to a publishing company. But, yeah, we never really released that
in the main whatever-you-would-call-it. But yeah, someday, hopefully. We always
kind of shy away from that stuff a little bit because it, I don’t know, I mean
it’s a …(pause). I’m not sure why but it always seems like bands do that
when they run out of things to say (laughs). Then they come up with the
compilations of their singles and their greatest hits and their-da-de-da-de-da.
And it’s kind of like you do that when you get kind of… when you need time off.
So it might be coming soon.(laughs)
It’s
just that I realized it’s kind of hard to get hold of certain songs. The Howl
Sessions EP for example.
I think it’s
on iTUnes.
Yeah,
but I want to have it “physically”, not just on my computer.
Yeah, that’s
all strange stuff. I mean, we had a bunch of them pressed up and bought them
from the record company to sell them ourselves out on the road. I’m not sure if
we have any of those anymore, they may have sold out, but that’s how we’re
doing it. We buy a whole bunch of them ourselves and just sell them. Somehow
record companies make it complicated. I don’t know why. I guess their opinion
is it’s not a valid enough money maker for them or something, I don’t know. You
know… So that’s why we do it ourselves, because we know our fans want to hear
our music. We cannot try to dodge them as much as possible.
In
your forum I once read that, referring to the “uh, somebody” in “Berlin”, your
music would make people want to “uh” somebody. And I myself have to admit that
I find some of your songs incredibly sexy. Are you yourselves aware of this
sexiness? And while Franz Ferdinand once claimed that they wanted to make music
girls can dance to, would you say that you want to make music girls can get
bedroom eyes to?
I like the
idea of including all of it. That’s it, really. I think dancing and… (pause)
sex and Rock ‘n’ Roll and anger and frustration all go hand in hand, along with
love. I think it should all be involved in music, a little bit. That’s it,
really, you know. I mean there’s no thought of trying to do any one thing. We
try to include all of it in all of them.
Another
favourite song of mine is “20 Hours” which I luckily got by buying the 7’’
version of “Berlin” in London. How can it be that this beautiful song ended up
as a b-side and not on the album? Did this happen just out of practical
reasons, e.g. because it wasn’t written yet when the album came out, or is
there more behind it?
It was
actually written for “Howl”. I think it was recorded as a song for “Howl”. The
song’s been around for a long time as far as it was… No, I think it was already
around for the first album, actually, that song. (pause) I don’t know,
our mistake. I mean, it would probably have been better if it was on the album,
as far as giving this album a bit more depth and stuff like that, but… Maybe we
overthought the album too much. So it ended up as a b-side.
It’s
just that when I sat down and listened to it for the first time, I was like
“Why is THIS song a b-side?”
Yeah, we do
that ourselves the same, you know, as far as it gets complicated trying to put
together the sequence and all that, you know.
I
have to say that your music has a very high bandwith, with such songs as “All
you do is talk” that are touching and beautiful, rocking tunes as “Whatever
happened to my rock ‘n’ roll” or “Berlin” or psychedelic songs as “Red Eyes and
Tears”. And finally, when I first listened to “Need some air”, I had the
impression that you also had the ability of producing indie-disco songs,
because this is a song I can easily imagine lots of people dancing to in a
sweaty club. Was that probably the intention of writing the song?
That song
Robert wrote with a guy from another band, uuhm, I forget the guy’s name, I
think he goes by Ming Vauze or something like that, his stage name or
something. I’m not sure if that band’s even around anymore. I think we tried
him out as a third player. We have a guy named Spike that was coming out with
us. I think we were trying him out to do bass and guitar and certain things and
Robert was playing music with him and his band. I guess they asked him to come
in and help write. And they didn’t do anything with that song, just from my
understanding. So Robert kind of finished it and that’s all I really know about
that.
Last
summer you did a tour with Kings of Leon. What do you think about the
discussion that Kings of Leon should rather have played as YOUR support? And
are there any anecdotes you can tell our readers about? To be honest, I would
have loved to be a fly on the wall backstage.
(laughs)
It was nice of them to ask us out. It was pretty eye-opening, as far as we’ve
got on to a certain level in America, which is playing maybe 800 or 500 seat
room or so, you know. And we’ve been doing that for three years. We’ve been
doing that for seven years. We worked our way up to it, as far as playing in a
150 seat room. And we’ve been at that place for a long time. Except for Los
Angeles and New York, those two places we can play a 1000 seat room. But that
band… they’re playing 2000 seat rooms in every city, well, not every city, but,
you know, in a lot of towns.
(Somebody in the background starts banging the drums [doing soundcheck],
Peter stands up and makes sure we’re not interrupted anymore.)
Uuuhm, where
was I…? Yeah, and 4000 in New York, you know. So, that was an opportunity to…
like I said, it was an eye-opening. It was like “Wow, there’s a lot more…”. (laughs)
You know, we were going to these towns where we’d been in seven, eight, ten
times, playing the same club and walking in and it was like “Holy shit, there’s
a theatre here that holds a lot more people”. And we’d kinda go “Fuck. We’ve
got a long way to go to do that.”
Well,
from what I read the fans on the Kings of Leon site were very enthusiastic
about you as well.
Yeah, yeah,
they were really nice to us. Yeah, absolutely. It was great. They showed up
early, you know. I mean, I got the impression they were the type of people that
heard about us, decided they didn’t like us a long time ago, but then decided
“Well, we’ll show up early, just to see them giving a shot”, you know. And
that’s great.
Taking their
second chance then?
Yeah, it was
nice. It was good. It was good fun. They are nice guys, too.
What about
the Split EP with Kings of Leon? Was that a kind of reuslt of the tour?
Yeah. Yeah,
a little bit. I thought that was, uhm… (thinks). Yeah, basically. (laughs)
Anyways,
do you ever look into your forum or on your MySpace page yourselves? There have
been the absurdest speculations about what your secret nicknames might be.
No, I never
log into that stuff. I don’t have a MySpace account. I don’t look into the
forum, I don’t have a place to get into my band-thing either. Yeah, but I visit
them once in a while. I’ve answered a couple of things, you know. Most of the
people asking questions about what harmonicas do you use for certain things and
I try to answer those questions through David, the guy who runs it, and then… I
try not to delve into that world too much, I guess.
But
looking into your forum is always a pleasure, at least for me, so did you know
that there actually is a campaign for the, as they call it, “1.51 song”? It is
a snippet of an unreleased song of yours, probably called “BRMC”, which can be
heard on the mini documentation (or “the holy document”, as they call it) you
can see on the internet. And your fans long so much for a release of this song
and respectively hearing it as a whole, that they have even been thinking about
how they could make you release it.
One guy
wrote this:
If there's a way to hurry up a
release of an unreleased track it could be by butchering what we have of the
track and the band could get the real thing out there to rid the world of the
abhorations that we made.
Bottom line here is what I think 'b.r.m.c.' (1:51) would (or
could) sound like. I just looped a bassline in with the intro of what we got
from the documentary.
Well, I’m
not quite sure what that song is… there is two songs…
No
problem, I can play it to you, I’ve got it here on my mobile phone.
Okay, cool.
There is two songs on that that are unreleased.
(I get my mobile phone out and play the snippet of the song to him
[thanks hunkillah J])
Yeah, that’s
“BRMC”, yeah. We should rename it “1:51”, I guess. There’s a couple of songs,
“Evol” is from that session, there was a song called “Seasons” that was on
that. I don’t know if “Evol” is on that documentary, but “Seasons”... Yeah,
they’ll find their way out. I think the idea was… the reason why we had it…
We’ve been debating re-recording them or just trying to remix them and we never
really had the moment to. They’re on tape somewhere and so you got to take the
tape and then you got to transfer it to digital and then you got to… you know.
We just never had the moment to do it, really.
So what else
does happen in this song? Is it just instrumental or are there any lyrics?
Yeah,
there’s lyrics. (starts humming a tune, thinks) I know the chorus is “I
don’t need no one, I don’t want no one, I ain’t got no one”. That’s how it
goes.
And
another song that is shrouded in legend: Have you ever thought about releasing
the mysterious “Blown Away” as an album track?
Oh! Uhm… No.
The only thought with that song was giving it to somebody else to play. It’s a
very… I don’t know. I played it once at a record store and I kind of took a
random poll on what people thought whether we should release it or not. I was
doing the “Howl”, actually, I forget… There was a record store, I don’t think
it was in Germany, but it may have been. And I think the consensus was “No,
don’t release that song, it’s not good.”
And
are you also thinking about a new album already? If so, do you already have an
idea what it’s going to sound like?
Uhm, yeah.
But I’m not going to tell you. (laughs)
Now,
what do we have to make of “666 conducer”? Can you confirm that this song is
actually NOT about the devil? There seem to be people who refuse to listen to
your music anymore, because they think that this song points to the fact you
might be in league with the devil.
Oh, really?
“In league with the devil?” Wow. That’s a good one. What were you asking?
Just
whether you can confirm that this song is actually not about the devil in a
positive way.
Well, it is
somehow about the devil, yeah. I mean, but I don’t know why that would make… I
mean, why not talk about the devil if you’re going to talk about God? Yeah,
well that’s how it gets. Fair enough. If you’re going to listen to it with the
word “God”, it makes no difference to me. If you believe in one, you’ve got to
believe in the other. And if you don’t believe in either one of them, there’s
still a world of people that do believe in that and that are affecting your
life. That’s the way I see it. You know, I mean, there’s people killing or
George Bush and evil-doers. This is another way of saying, you know, these are
bad people. It’s just nonsense, as far as I’m concerned.
Your recent
album “Baby 81” has two different album covers. Why so?
(doubtfully)
Does it?
Yeah.
Oh yeah,
yeah, yeah… it does.
We
have a different one in Germany.
Is it just a
guitar? Or is there the girl?
There’s
the girl with the glasses.
The girl
with the glasses, yeah. Yeeaaah, that was a… I don’t know how to explain it. It
used to have a slip cover over it, you know, just a cardboard slip cover that
has a guitar and then you pulled that off and then you got the CD with the girl
on it. The record company didn’t have the money, didn’t want to spend the money
to buy that little piece of cardboard. (laughs) That’s why it came down
to two different ones.
Who
decides that kind of thing? Because, you know, there are always people who are
not satisfied with what they can get and keep asking “Why don’t we get the
plain, white one, with just the guitar on it? Why do we have the girl with the
strange glasses?”
Well, we
didn’t mean any offense by it. (laughs) The guitar came last, actually.
The whole thing with the girl was supposed to be it. There was a whole deal
about how it was built. And inside the glasses there was supposed to be a wheel
that went around and changed the picture. Kind of like how our website goes.
You know, when you click on something, the glasses change. That was all
supposed to be tied together. But that didn’t happen. So that’s why it’s the
girl, really, cause that’s where it started. It started with that idea and it
was actually a really good idea. But it just never worked out, as far as we
didn’t get it done in time.
Robert
once said about the album that it’s dirty and it’s beautiful. What do you think
or what do you think he could have meant by these dirty and beautiful aspects
in the album?
Of this
album?
Yeah.
What’s dirty
and what’s beautiful? (thinks) I don’t know… I don’t know what he means
by that, you know.
What is your
opinon then?
I don’t
know. The way I see it is we did the best we could at the time. And I’m proud
of that. Hopefully we’ll get to do it again and make another one.
Yes,
hopefully.
http://www.blackrebelmotorcycleclub.com
http://www.myspace.com/blackrebelmotorcycleclub
(Jessica
Schnittger, Annette Raczuhn)
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