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ASH, das ist eine Band, die über die letzten Jahre mehr oder
weniger in Vergessenheit geraten ist. Seit Beginn ihrer Karriere 1994
produzierten sie 5 Alben, die und das ist nicht zu leugnen, immer mehr an
Intensität verloren. Nun kommen sie, drei Jahre nach dem Flop ihres Albums
„Meltdown“ mit einem Neuen Album, im Rahmen der Visions-Tour nach Deutschland. „Twilight
Of The Innocents“ ist der Versuch, sich wieder in den Köpfen alter Fans und
neuer Hörer festzusetzen, sozusagen ein Lichtblick für eine neue musikalische
Zukunft. Das allein ist Grund genug um mit Drummer Rick McMurray ein Interview
zu führen. |
Charlotte Heatherly hat die
Band 2006 verlassen nachdem sie 2004 ein Soloalbum herausbrachte. Was war der
Grund dafür? Gab es persönliche Differenzen oder hatte sie einfach den Drang
nach einer Solokarriere?
Als wir unser letztes Album aufgenommen haben ist uns allen schon
bewusst gewesen, dass Charlotte einen musikalisch anderer Weg einschlägt als
wir und sie sich auf etwas ganz anderes fokusierte als wir. Es war eine
Gemeinschatsentscheidung, die nicht unbedingt einfach war, aber für uns alle
besser. Wir sind natürlich immer noch Freunde.
Ab diesem Zeitpunkt wurde
es auch reichlich still um eure Band, es gab zeitweilen sogar Trennungsgerüchte.
Stand eine Trennung jemals im Raum?
Nein, nein, auf gar keinen Fall. Als wir die „Melt down“ Tour beendet
haben wussten wir, das wir eine kurze Pause zum ausruhen brauchten. Wir hatten
die letzten 10 Jahre immer ein Album produziert, getourt und im Amschluss
direkt das nächste Album produziert, das wollten wir diesmal nicht. Eine
Trennung stand nie zur Debatte, wir haben uns 6 Monate Zeit genommen und dann,
im Februar letzten Jahres haben wir angefangen zusammen das neue Album zu
schreiben. Die Pause war verdammt gut um unsere Batterien mal wieder
aufzuladen.
Was habt ihr denn während
dieser drei Jahre gemacht die seit eurem letzten Album vergangen sind? Vor
allem in Anbetracht dessen, dass die Presse von eurem neuen Album nun mehr
erwartet…
Oh, wir haben sehr sehr lange gebraucht um das Album zu schreiben und
aufzunehmen. Wir haben letztes Jahr im Februar angefangen und dieses Jahr im
Februar aufgehört. Es war diesmal ein langer prozess, was auch damit
zusammenhang, dass sich „Melt down“ nicht wirklich gut verkauft hat, die Fans
waren unzufrieden mit uns und so mussten wir uns neu finden.
In einer Pressemitteilung
war das Zitat zu lesen „We needed a kick up the arse“. Wart ihr dem
Musikbusiness überdrüssig oder habt ihr versucht doch noch gute Fußballspieler
zu werden und die Musik an den Nagel zu hängen?
Nein, nein (lacht) so wars nicht. Wir haben ein paar Songs geschrieben,
aber die waren allesamt nicht sehr gut, eher entmutigend ein neues Album zu
produzieren. Nach „Melt down“ war die Atmosphäre nicht allzu gut, wir dachten,
die Leute hätten uns über die Jahre vergessen und wir wussten das wir echt gute
und starke Songs bringen müssen.
Dort stand
auch "but it was pretty weird getting famous at such a young age and I've
always had that hanging over me a bit”. Meint ihr dass euch die Jugend mit dem ganzen Rumor um euch genommen
wurde? (Zitat Wheeler)
Ich glaube das hat Tim geschrieben. Ich denke, das ist etwas, was dir
passiert und du kannst es nicht ändern. Ich denke nicht, dass wir unsere Jugend
verloren haben. Manchmal denkt man über die Zeit nach und das weicht natürlich
von dem ab wie wir ohne die Band aufgewachsen wären, aber im prinzip konnte uns
nichts besseres passieren. Irgendwie, dadurch, dass wir berühmt wurden in
unserem Teeniealter und immer noc berühmt sind, haben wir uns unsere Jungend
bewahrt, weil sich nichts geändert hat.
Gut, ihr habt vor kurzem
in Großbritannien eure neue Single You Can't Have It All vorgestellt, wie war
die Resonanz (Feedback) auf das Werk?
Zuerst haben wir es auf einer
Fanbase veröffentlicht, dass war uns pesönlich wictig, dass sie den Song zuerst
bekommen. Die Reaktion dort war sehr gut. Dann hatten wir noch einen Gig in
England und der war auch wirklich gut, wie in alten Zeiten.
Ich habe gelesen dass ihr schon 2005 auf der Suche
nach einem geeigneten Ort wart um das Album zu produzieren und vor allem dass
ihr gänzlich auf einen Produzenten verzichtet habt. Ich finde, dieses Album
muss dann doch sehr authentisch klingen und vor allem ohne diesen Einfluss eines
Produzenten zu 100 Prozent nach Ash.
Ja, das sehe ich auf alle
Fälle so. Wenn man bedenkt das „Melt down“ so einen West-Coast-Amerika Style
hatte. Wir haben es in dem Studio aufgenommen wo „Nervermind“ produziert wurde.
Das war sehr inspirierend, andererseits hat es uns von unserer Basis entfernt.
Wir haben uns bei dieser Produktion wie eine vollkommen neue Band gefühlt, kein
Produzent, kein Label, kein Manager kamen die ganze Zeit in unser Studio. Das
war alles sehr aufregend und hat sich gut angefühlt. Ich denke, das merkt man
auch dem guten resultat an (ein breites Grinsen über das ganze Gesicht)
Bei uns ist ja noch nichts
veröffentlicht. Da liegt die Frage nahe, wie ist das neue Album musikalisch?
Ist es dem Vorgänger ähnlich oder habt ihr euren Sound über die letzten Jahre
verändert?
Der Sound hat sich schon ein
wenig verändert. Wir wollten nicht zu gitarrenlastig sein, lieber mehr auf ein
Keyboard und Orchester setzen. Wir haben auch Perkussions in ein paar Songs
ausprobiert.
Wenn ich es mit einem Album
vergleichen müsste, dann mit „1977“, denn es ist sehr poppig und klingt
irgendwie frisch. Allerdings trifft das nicht auf die Texte zu, denn die sind
dunkler, ich würde sagen melancholischer, als auf alten Alben. Dafür ist es
richtig melodiös (grinst wieder sein breites Grinsen)
Gibt es da eine spezielle Thematik auf dem Album?
Tim schreibt die Songs und ich
glaube, die Songs sind sehr von seinen letzten zwei Jahren inspiriert. Seine
langjährige Beziehung ging auseinander und das spiegelt sich in den Texten
wieder. Dieses Album ist definitiv autobiografischer als „Melt down“, dort
wollte er nämlich von dem autobiografischen in seine Texten weg, doch es kommt
immer anders und ihm ging es wirklich nicht gut und so wurde sein leid zum
Thema.
Ihr habt es Twilight Of
The Innocents (Dämmerung der Unschuldigen) genannt! Wie kam es zu dem
Albumtitel?
Ich glaube, dass war an einem Tag wo wir mit den Aufnahmn fertig waren
und auf das Taxi warteten. Es war aufeinmal in Tims Kopf. Es gibt auch einen
Song auf dem Album der so heißt, er handelt von dem scheitern einer Liebe und
der Angst vor dem erwachsen werden. Das ganze Album handelt ja irgendwie von
dem Themen und so passte es ganz gut.
I started a fire war
zwischenzeitlich als freier Download auf eurer Webseite erhältlich. Kann man
diesen Song und eure Single als Maßstab für das Album nehmen?
Oh nein, nicht wirklich. Die
zwei Songs sind eher Maßstab für unsere alten Songs. Auf dem Album sind sehr
unterschiedliche Lieder. Wir haben eins, dass 6 Minuten lang ist, dann ein
kurzes was eine viel längere Geschichte erzählt. Und die erste Reaktion auf die
neuen Songs waren bei dem Publikum echt atemberaubend. Das ist einfach cool,
das die Leute irgendwie so überrascht sind, von den unterschiedlichen Songs.
Ach ja, nicht zu vergessen,
durch diese unterschiedlichen Songs spricht es auch verschieden
Musikgeschmäcker an.
Ich habe auf einer Fansite
eine Beschreibung des gesamten Albums gefunden, die ihr selber angefertigt
habt. Ihr vergleicht euch dort mit oft mit Weezer (Blacklisted und You can´t
have it all), heißt das für eure Fans sie können mit einem Album rechnen das
auch von Weezer kommen könnte?
Nein, das denke ich auf gar keinen Fall, der Sound ist schon noch
anders. Oh, die Frage ist für mich schwer, (lange Pause) ehrlich gesagt kann
ich Weezer nicht ab, vor allem ihre letzten Alben waren scheiße. Am besten wir
nehmen die nächste Frage, bevor ich noch mehr sage was ich bereue (boxt mir
freundschaftlich auf den Arm)
In dieser Beschreibung konnte
man auch sehr schön sehen dass ihr die Workingtitles nicht beibehaltet und vor
allem die Songs immer wieder zu verbessern versucht! Gehört ihr zu den Bands
die nie zufrieden mit ihren Werken sind?
Nein, so kann man das nicht sagen. Manchmal dekt man natürlich, wow
hört sich das scheiße an und man nimmt den Song nochmal in einer anderen Weise
auf. Ich denke auch manchmal, dass es dumm war einen Song zu verändern, weil er
am Anfang einfach perfekt war.
Irgendwie würde man den Song Jahre später nochmal verändern, denn es
ist immer eine Momentaufnahme, deswegen sollte man die Songs einfach so lassen
wie sie sind. Aber, naja, wir sind in einer Band, jeder muss einverstanden sein
mit einem Song.
In dem Song Started a Fire
geht es um jemanden der von einer unerreichbaren Person bessen ist! Warst du
schon mal in dieser Situation?
Oh, nicht für eine so lange Zeit (bricht in einer Schällerndes
gelächter aus, was in einem schelmischen Schmunzeln endet)
Ich war 10 Jahre mit meiner Freundin zusammen, ich könnte mich daran
auch gar nicht mehr erinnern.
Und wie fühlt es sich nun an, ein neues Album zu releasen und das in
einer Zeit wo der Altersdurchschnitt der Nummer1 Platzierungen 17-19 Jahre
beträgt?
Ach, wir sind doch jung
geblieben, das Album hört sich jung an und wir fühlen uns wie eine neue Band,
nach einer Line-Up Veränderung. Zudem gibt es gottseidank noch neue Bands, wie
die Kaiser Chiefs und Kasabian, die in unserem Alter sind und trotzdem mit auf
Platz eins stehen.
Ja, aber irgendwie wundere ich
mich auch darüber, dass die Leute immer davon ausgehen, wenn wir eine neue
Platte rausbringen, dass diese ruhiger ist und nicht mehr so laut, dabei
bedenken sie nur nich wieviel Energie noch in den alten Knochen steckt (und
wieder dieses Grinsen). Wir haben eine ähnliche Energie wie die „Klaxons“ und
„The Enemy“.
Ich habe manchmal das Gefühl,
dass Bands, wie eure, professioneller mit Interviews umgehen und sinnvoller
Antworten…
Ja, aber ich denke das hat
eher was mit unseren Studienabschlüssen zu tun, als mit unserem Alter (lautes
Lachen)
Ich hab auf eurem Blog gelesen
dass eure Eltern die Gästeliste in eurer Heimat überstrapazieren. Läuft das
wirklich so?
Die letzte Show an die ich mich erinnere war in Belfast, eine
Secretshow für einen Radiosender. Sie gaben uns Tickets und wir hatten keines
mehr über und es war immer noch eine Großtante oder irgendeine Freundin deiner
Mutter übrige, die zuschauen wollten. Aber hey, das ist doch toll, man zeigt
seiner Familie doch immer gerne was man erreicht hat und ist glücklich wenn sie
Stolz sind. Wenn wir nach Schottand kommen fühlt es sich immer am besten an,
mit all unseren Freunden und der Familie.
Eure Videos waren ja immer
sehr inhaltstark, wie werden die nächsten Videos sein? Da die nächste Single
Polaris ist, ist es vielleicht interessant die Umsetzung zu einem Video zu
erläutern und vor allem wie ihr ein Video vorbereitet!
Das Video haben wir gerade
erst aufgenommen. Es spielt in einem Wald und es handelt von Kindern, die einen
Krie nachstellen und sich mit Stöcken bekämpfen. Im Hintergrund sieht man immer
so Explosionen, die von einem wirklichen Krieg kommen. Es handelt von einem
Traum und der Wahrheit, es ist sehr interssant.
Wir saßen 3 Tage in diesem
Wald, mit ner Horde Kinder und Feuerwerk, das war schon ziemlich cool.
Eine Freundin von mir hat eine
ganz persönliche Frage an euch und zwar was ihr von den neueren Star Wars
Kinofilmen haltet?
Oh, wir waren alle
sehr große Star Wars Fans und haben eine Menge darüber geredet. Mit den neuen
bin ich nicht sehr zufrieden. Bei den ersten zwei waren wir in Amerika auf
Tour, wir saßen im Kino und ich bin eingeschlafen. Bei dem dritten hab ich es
geschafft wach zu bleiben, es war okay, aber nicht überagend. Ich denke sie
wird mir zustimmen.
Okay das wars!
Oh, echt? Dann danke
dir für das Interview, es war lustig, hat mich an Dinge erinnert, die ich
vergessen hatte.
http://www.myspace.com/ash
http://www.ash-official.com/
(Annette Raczuhn)
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