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Man mag denken, dass die PIGEON DETECTIVES einfach nur eine
von der Masse der neuen Bands sind. Sind sie auch, zumindest was die
Instrumentaufteilung angeht, die Herkunft und wie diese Band sich gegründet
hat. Anders ist allerdings, das sie nicht wirklich gehypt wurden, zumindest
nicht in Deutschland, wo sie dadurch berühmt wurden, als Vorband mit den KAISER CHIEFS und den DIRTY PRETTY THINGS getourt zu haben.
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Da ihr ja noch sehr
neu seid, erzählt doch erstmal wie ihr diese Band gegründet habt und ob ihr
vorher schon mal in Bands gespielt habt?
Matt: Wir haben uns schon in der Grundschule
gekannt. Früher haben wir immer viel Fussball zusammen gespielt.
Ryan: Yeah, das stimmt, doch plötzlich wurden alle
besser als wir und wir waren gezwungen uns ein neues Hobby zu suchen.
Gibt es irgendwen der
eure Musik inspiriert hat? Vielleicht Freunde oder andere Bands?
Matt: Ja, die New Yorker Punkszene und die STOOGES
und BLONDIE.
Ryan: Auch OASIS und generell der
Nordenglandsound. Wir mögen alle die BEATLES.
Matt: Aber Freunde fallen mir jetzt keine ein…
Ryan: Weil du keine hast…
Euer Name klingt ja ziemlich verrückt,
aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus dass ihr Krimis mögt?
Ryan: Pigeon ist ein See und die Großfischer nennt
man dort Pigeon Detectives. Ich war dort früher immer viel fischen und meine
Freunde nannten mich so. Uns viel nichts ein bei unserem ersten Gig, also
nahmen wir den Namen.
Matt: Ja, nicht jeder Bandname ergibt Sinn.
Unserer ist jedenfalls sinnfrei.
Ich habe gelesen dass es eure Band lange
gab bevor ihr einen Plattenvertrag bekommen habt. Was habt ihr in der Zeit
gemacht und habt ihr überhaupt versucht einen Vertrag zu bekommen?
Matt: Also erst haben wir total lange einfach nur
Gigs gespielt, bis wir an dem Punkt ankamen, an dem wir unsere Jobs nicht mehr
wahrnehmen konnten. Da haben wir uns dann gedacht das wir ne Single rausbringen
könnten und danach bekamen wir den Vertrag.
Als ich euch das erste Mal gehört habe,
fand ich eure Songs recht radiotauglich. Habt ihr das beabsichtigt um schnell
populär zu werden?
Ryan: Ach, wir wollten nicht unbedingt
radiotaugliche Songs schreiben, wir wollten das es tolle Popsongs werden.
Matt: Ja, um damit berühmt zu werden. Uns wurde
gesagt, dass wir sie kurz halten sollten, mit einem einfachen Refrain, so dass
Menschen sie singen wollen, eben Hits.
Ihr seid alle noch
sehr jung, glaubt ihr das macht euren Esprit aus? Denn man sagt jungen Menschen
ja jugendlichen Leichtsinn, Furchtlosigkeit und die Hoffnung das sie die
Welterobern können nach!
Matt: Ich glaube, dass einzige was daran ein
Vorteil ist, ist das wir alle relativ gleiche Interessen haben. Wir sind eine
Band, die nach ihren Konzerten weiter feiern will, da wo die KAISER CHIEFS nach
Hause gehen, da wollen wir erst in die Clubs und um die Häuser ziehen.
Während ihr die Songs
für euer Album aufgenommen und geschrieben habt wart ihr auf Tour. Habt ihr nur
neue Songs auf das Album genommen oder auch ältere?
Ryan: Ja und nein. Wir waren in Leeds auf tour und haben uns die Songs
angehört, die wir schon früher fertiggestellt haben. Die fanden wir dann aber
alle ziemlich scheiße und so haben wir nach der kleinen Tour neue aufgenommen.
Demnach sind die Songs auf unserem Album höchstens 1 bis 1 ½ Jahre alt.
In dem Song „In your
trap“ werdet ihr von einem Mädchen in eine Falle gelockt. Und wurdet ihr
tatsächlich schon Mal im positiven oder negativen Sinn in eine Falle gelockt?
Matt: Yeah, Ryan ging mal mit zwei Frauen
gleichzeitig aus. Die eine war aus Nordleeds und die andere aus Südleeds.
Dummerweise haben sie es irgendwie doch rausgefunden und haben ihn dann in die
Falle gelockt.
Ryan: Jetzt packst du aber aus (lacht)
Matt: Aber in positiver Hinsicht habe ich noch nie
eine Falle gestellt bekommen.
Wenn man eure Texte
so anschaut, dann singt ihr viel über Liebe, Freundschaft und eben über den
ganzen zwischenmenschlichen Kram. Handeln sie von wahren Erlebnissen?
Ryan: Normalerweise sind sie nur davon inspiriert, was wir an dem Tag so
gedacht oder aufgeschnappt haben. Niemals von unseren eigenen Erlebnissen.
Matt: Es ist eher so, das man Menschen sieht und
dann über diese nachdenkt. Deshalb kann man uns auch nicht mit den anderen
englischen Bands vergleichen, die alle nur über Gefühle singen.
Ich werde euch jetzt
ein paar Satzanfänge vorlesen und eure Aufgabe ist es, sie zu beenden. Sie
handeln alle von der British Music Week
- Der Grund warum England das musikalischste Land ist, ist … die Tatsache, dass es eine Insel ist und man
nichts anderes tun kann außer Fußball spielen und Musiker werden.
Jung sind sie allemal. Bei einem Durchschnittsalter von 18
Jahren weiß man zumindest was man erwarten kann, Spaß, fröhliche Musik und das
ein oder andere Quäntchen Arroganz. Um ganz vorne mit dabei zu sein, haben wir
uns mit Matt und Ryan zu einer gemütlichen Unterhaltung, in netter Umgebung
(eine Baustelle mit Presslufthammer) begeben…
- Die 5 wichtigsten britischen Alben sind ... THE BEATLES – Revolver
/ THE SMITHS – The Queen is dead / THE CLASH – London Calling / OASIS –
Definitely Maybe / One of the LED ZEPPELIN Records
- Britische Bands sind bekannt dafür, dass ... sie sich nicht waschen (kollektives lachen)
- Ich bin mit folgender Musik aufgewachsen ... MICHAEL JACKSON, THE FACES und SIMPLY RED – aber nur wegen meiner Mum,
ich mag die nicht!
Ihr Jungs kommt ja aus Leeds. In folge
dessen habt ihr euch an der DVD „Sounds of UK“ beteiligt. Was macht die
Musikszene in Leeds aus?
Matt: Oh eine Menge Dinge. Betrunken sein, Party
machen, 12 Konzerte an einem Abend
Ich habe gesehen das
ihr ein reges Forum habt, wie bleibt ihr mit euren Fans in Kontakt?
Ryan: Wir machen ziemlich viel, aber das
wichtigste ist wohl, das wir bei Myspace versuchen alle Fragen zu beantworten.
Matt: Und nicht zu vergessen, wir gehen immer mit
unseren Fans feiern.
Das wars schon, danke
Jungs.
http://www.thepigeondetectives.com/
http://www.myspace.com/thepigeondetectives
(Annette Raczuhn)
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