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Viel zu lesen gibt es über diese Band noch nicht, ebenfalls
ist erst ein Mini-Album auf dem Markt, demnach gehe ich mit den besten
Vorraussetzungen zu diesem Konzert, mit totaler Unwissenheit.
Die Vorband ist hier nicht wirklich erwähnenswert, lieber gebe ich noch
ein paar Details des Mainacts bekannt. Die Band „Tokyo Police Club“ besteht aus
vier Mitgliedern, die alle aus Kanada kommen. Das Mini Album ist bei uns seit
April letzten Jahres erhältlich, in Köln sind sie zum ersten Mal.
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Leider ist sehr wenig Publikum vorhanden, ca. 40-50 Leute
nur. Als die Band auf die Bühne kommt beschränkt sich der Applaus auf die
ersten 2 Reihen.
Die 4 Jungs nehmen ihre Plätze ein und halten 3 Schilder
hoch „Tokyo“ „Police“ „Club“ und Sänger Dave brüllt: „Operator! Get me the president
of the world, this is an emergency“, womit sie “Cheer it on” starten und das
Publikum mit ihren rockigen Klängen nahezu niederwalzen.
Weiter geht’s mit „If it works“ und irgendwie kommt man sich
bei dem melodischen „Wirr-Warr“ so vor, als wäre man wieder Kind und versucht
LEGO Steine auf Playmobil Steine zu setzen – mit Erfolg!
Jedes Lied wird rabiat abgebrochen, sie sind alle kurz und
gehen direkt in die Knochen, selbst die Skeptiker fangen an mit dem Kopf zu
wackeln.
Man könnte meinen, dass sie mit ihrer doch sehr
experimentellen Musik 20 Jahre zu spät sind, doch diese Meinung ändert sich
wenn man auf die Texte achtet und die dazugehörige kleine Bühnenshow. Da werden Tamburine hin und her geworfen, rote
Fahnen geschwenkt, da wechseln die Instrumente wie am Laufband und irgendwie
ist man besorgt, dass der Sänger gleich oder spätestens morgen keine Stimme mehr
hat.
Viel zu sagen haben sie ihrem Publikum nicht, außer ein „Es
ist toll jetzt hier in Deutschland zu sein, danke dass ihr alle gekommen seid“
und die Ankündigung des einen oder anderen neuen Songs.
Zum Schluss folgen „Box“ und „Nature of the Experiment“,
dann ist das Set ohne Zugabe nach 45 Minuten beendet.
Die Jungs hingegen, gehen nicht direkt Backstage sondern
sofort an den Merchandise Stand und stellen sich munter den Fragen einiger
„Fans“.
Ich fühle mich gegen die Wand gesungen, total überrascht und
bin mir sicher, dass wir von dieser Band dieses Jahr noch viel hören werden.
Mein Fazit: Ich muss nicht mehr sagen als: ich habe mir noch ein T-Shirt
gekauft!
(Annette Raczuhn)
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